Neuer IDA-Reader erschienen: Klassismus und Rassismus

17.11.2022

lassismus und Rassismus sind eng verzahnt. Wie zeigt sich die Intersektionalität, welche Erfahrungen machen Betroffene, wie sind sie in institutionellen Strukturen verkettet? Diesen Fragen wird im Reader des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. nachgegangen.

KTitelgrafik der Publikationlasse und Klassismus zeigen sich in allen Lebensbereichen. Die Zugehörigkeit zu einer Klasse und damit verbundene Prozesse der Anerkennung und Abwertung prägen Menschen von Geburt an. Sie beeinflussen, wie gesund wir aufwachsen, wie wir sprechen, was wir essen, wie wir uns kleiden, welche Musik wir hören und welche Chancen wir im Leben erhalten und welche nicht. Gleichzeitig führt Rassismus dazu, dass Menschen z. B. Zugänge zu sinnvoller Lohnarbeit und Wohnraum verwehrt oder erschwert werden oder kulturelles Wissen abgewertet und unsichtbar gemacht wird. Klassismus und Rassismus sind also aufs engste miteinander verzahnt.

Daran knüpft der Reader an und fragt, in welchen Erscheinungsformen sich die Intersektionalität von Rassismus mit Klassismus zeigt, wie sich Klassismus und Rassismus in den Erfahrungen von betroffenen Menschen niederschlagen, wie die Folgen der spezifischen Überschneidung gerechtfertigt werden und wie sich Klassismus und Rassismus in institutionellen Strukturen verketten.

Der Reader legt einen Fokus darauf, wie sich die historische Verflechtung von Klassismus und Rassismus heutzutage auswirkt. Daneben untersuchen die Autor:innen das Zusammenwirken von Klassismus und Rassismus u. a. im Bereich der Obdachlosigkeit, des Schulsystems und in der Arbeitswelt. Ebenso wird thematisiert, wie die extreme Rechte Klassismus für sich nutzt und ob formale Bildung tatsächlich einen Einfluss auf rechtsextreme Einstellungen ausübt.

Umfassend kommen Praktiker:innen aus der Jugend(verbands)arbeit, der Sozialen Arbeit und Beratung zu Wort. Sie schildern, wie Klassismus und Rassismus Jugendliche oder Beratungsnehmer:innen konkret betreffen, wie sie in ihrer alltäglichen Arbeit damit umgehen und wie das Recht (nicht) vor Klassismus schützt.

Bis zu drei Exemplare des Readers können bei IDA gegen eine Versandpauschale von 3,00 Euro zuzüglich der gewichtsabhängigen Portokosten über die IDA-Webseite unter www.IDAev.de/publikationen/reader bestellt oder dort kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Sebastian Seng, Dyana Rezene, Ansgar Drücker (Hg.): Klassismus und Rassismus. Dimensionen einer vielschichtigen Intersektion, Düsseldorf 2022: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V.

Kontakt
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA)
Tel: 02 11 / 15 92 55-5
E-Mail: Info@IDAeV.de


Quelle: www.idaev.de (17.11.2022)

 
 

© Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin
Obentrautstraße 55 | 10963 Berlin
Tel: 030 - 284 70 19 10

nfdmkrt-vlflt-rspktd

Logo: Demokratie Vielfalt Respekt

© 2021